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Triple-Osteotomie

 

+ Korrekturoperation der Hüftgelenkspfanne bei Hüftdysplasie

 

 

+ Operationsverfahren

 

Das Hüftgelenk besteht zum einem aus dem Hüftkopf, der vom Oberschenkelknochen, zum anderen aus der Hüftgelenkspfanne, die vom Becken gebildet wird. Im Bereich der Hüftpfanne treffen die drei Beckenknochen (Darm-, Scham- und Sitzbein) zusammen.

 

Bei Ihnen ist sogenannte Triple-Umstellungsosteotomie geplant. Es wird die Hüftgelenkspfanne mittels pfannennaher Durchtrennung des Darm-, Sitz- und Schambeines (drei Knochen = Triple) gelöst und in eine für das Gelenk günstigere Position gebracht. Für die Korrektur sind drei operative Zugänge im Bereich des Gesäßes, der Leiste und des Darmbeinkammes nötig. Die neue korrigierte Stellung wird während der Operation mittels Röntgen-Durchleuchtung kontrolliert und durch das Einbringen eines aus der Darmbeinschaufel entnommener Knochenkeils gehalten. Zusätzlich wird der Halt mit zumeist drei Schrauben gesichert.

 

In die Wundgebiete werden Drainagen zum Auffangen des Blutes und zur Kontrolle des Blutverlustes nach der Operation eingelegt, Das so aufgefangene Blut kann am Operationstag noch aufbereitet und Ihnen wieder zugeführt werden, Abschließend erfolgen Wundverschluß, sterile Verbände und Wickelung der operierten Hüfte und des gleichseitigen Beines. Selten muß das Hüftgelenk durch Anlage einer Gripshose ruhiggestellt werden. 

 

Sollte neben der Fehlausbildung der Hüftgelenkspfanne bei Ihnen noch eine verstärkte Steilstellung des Oberschenkelhalses bestehen, so reicht unter Umständen die alleinige Korrektur der Pfannenstellung nicht aus, um eine günstige mechanische Belastung des Hüftgelenkes zu erhalten. In diesem Fall müßte in einer zweiten Operation der Stellungswinkel des Oberschenkelhalses durch Entnahme eines Knochenkeils (Umstellungsosteotomie) verändert werden.

 

 

+ Operationsrisiken

 

Auch bei dieser Operation bestehen natürlich grundsätzlich alle bei Operationen üblichen Risiken: Blutungen (durch Verletzung größerer Gefäße), Entzündungen (der Weichteile, des Knochens und Hüftgelenkes mit anschließender Gelenkversteifung) mit nachfolgender Antibiotika-Behandlung, Nervenschädigungen mit bleibendem Taubheitsgefühl (z.B. im Bereich der Leiste und des Beines) und Lähmungen (im Bereich des Beines), Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln in den Venen) die sogar zum Tode führen können.

 

Da im Knochen die Blutbildung erfolgt, kommt es bei der Knochendurchtrennung zu einer Blutung. In der Regel reicht die Gabe des bei der Eigenblutspende gewonnenen Blutes zum Ausgleich aus. Ist dies nicht der Fall oder wurde kein Eigenblut gespendet so muß Fremdblut gegeben werden. In diesem Fall besteht trotz umfangreicher Testung der Blutspender und Blutkonserven ein Restrisiko an Infektionskrankheiten wie Hepatitis, AIDS, Malaria, Lues und anderen zu erkranken.

 

Weitere Speziell bei dieser Operation bestehende Risiken sind Veränderungen der Beinlänge, die später durch eine Schuherhöhung ausgeglichen werden müssen. Im Bereich der drei Operationswunden bilden sich Narben. Anlagebedingt sind hierbei überschießende Narbenbildungen, sogenannte Keloide, möglich. Im Bereich der Entnahmestelle des Knochenkeils aus dem Darmbein kann aufgrund eines Knochenvorsprunges eine Verwölbung bestehen bleiben. Im Rahmen der Schraubenentfernung ist hier eine Glättung des knöchernen Vorsprung meistens möglich. Sehr selten müssen nach der ersten Operation bei auftretenden Komplikationen (wie z.B. Entzündungen, Bruch der stabilisierenden Schrauben, Verschlechterung der Stellung, Bildung eines Kunstgelenkes) weitere Operationen durchgeführt werden. Eine Schädigung des Hüftgelenkes die eine endoprathetische Versorgung mit einem künstlichen Hüftgelenk erforderlich macht ist ebenfalls eine seltene Komplikation. Bei Frauen bestehen zusätzlich folgende Risiken: Verengung des Geburtskanals, der später möglicherweise einen Kaiserschnitt erforderlich macht; bleibendes Taubheitsgefühl im Bereich der Schamlippen.

Da dem Operateur und dem Stationsarzt die typischen Komplikationsmöglichkeiten bekannt sind wird vor, während und nach der Operation alles getan, um das Risiko für Sie so gering wie möglich zu halten. Dazu zählt beispielsweise das Tragen von Thrombosestrümpfen und die Gabe von Heparin-Injektionen zum Thromboseschutz. Bitte folgen Sie den Anweisungen Ihres behandelnden Arztes.

 

+ Nachbehandlung

 

Nach der Operation werden Sie bei regulärem Verlauf etwa drei Wochen in stationärer Behandlung bleiben. Am 2. Tag nach der Operation werden die Drainagen entfernt und die Blutwerte kontrolliert. Schon frühzeitig wird unter krankengymnastischer Anleitung mit der Mobilisation an Unterarmgehstützen begonnen. Hierbei dürfen Sie jedoch auf keine Fall das operierte Bein voll belasten, da die Hüftgelenkspfanne ja gelöst wurde und die Verheilung in der neuen Position etwa ein Vierteljahr benötigt. Die Krankengymnastin wird Ihnen zeigen, wie Sie trotzdem sicher an Unterarmgehstützen gehen können.

 

Die Entfernung der Schrauben sollte etwa 1 Jahr nach der Operation erfolgen. Ist bei Ihnen auch eine Triple-Osteotomie auf der anderen Seite geplant, so sollte diese zuerst und dann wiederum nach einem Jahr die Schraubenentfernung beiderseits erfolgen.

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